Dec 18, 2017

Foto von Ana und Anda / EKT Ausstellung von 20. April bis 1. Mai

Ana und Anda


Seit 2001 sind ANA & ANDA ein Liebespaar und arbeiten seit 2002 auch künstlerisch zusammen. Das Leben vergleichen sie mit einem großen Kuchen-Buffet, von dem sie so viel Unterschiedliches wie möglich probieren möchten. So entsteht ein Projekt nach dem anderen – von Musik über Ökomode bis zu Genuss-Gebäcken und Stadtführungen.

Die Begegnung mit ANA & ANDA bedeutet auch immer eine Auseinandersetzung mit den gängigen Rollenklischees. Ihr Frau-Sein fern von jeder Norm, ihr Spiel mit den Geschlechterrollen und ihre androgyne Erscheinung ermutigt viele Frauen zum Entdecken und Leben der eigenen Individualität.
 
Die Freiheit, die sie als eigenwillige Originale in ihrem Leben genießen, wünschen sich ANA & ANDA für alle Menschen und setzen sich deshalb mit ihrer Kunst auch immer wieder für Menschenrechte, Gleichberechtigung, Vielfalt und Toleranz ein. In ihrem Ateliercafé begrüßen sie Gäste aller Couleur und beweisen, dass sie vor allem Eines sind: Menschenfreundinnen."

Foto von Jelena Azincvic / EKT Ausstellung von 20. April bis 1. Mai

Jelena Azincvic

In. Auf. Unter. Mir.




Es gibt ein Sprichwort in Kroatien “U se, na se, poda se” und bedeutet wörtlich "In, auf, unter mir" 
Es ist so etwas wie eine hedonistische Prinzip, bei dem es scheint, dass die Befriedigung unserer Grundbedürfnisse, was zu essen, was zu tragen und wie kann man unsere Partner oder andere beeindrucken, ohne irgendwelche geistigen oder geistlichen Wachstum oder Entwicklung. Durch die Folgenden nur diejenigen Prinzipien sind wir immer so viel weiter von der größeren Bild, vom spirituellen Verständnis und die Wahrnehmung unserer Umgebung.
Obwohl es kann angenehm sein, ein gutes Essen genießen, gut auszusehen…, ich glaube, wir sollten nicht nur die körperliche Entwicklung Errungenschaften erobern, sondern auch spirituelle. Durch die verschiedenen Transformationen, Objekte aus dieser Serie fördern die Zuschauer zu erleuchten, zu denken, die Prioritäten bewahren.
Diese Objekte werden vorgenommen, um eine sympathische Stimmung, bunten, gelbliche Töne, gleiche visuelle Sprache der Werbung die alle um uns herum, um über der Nahrung zu denken, der Hunger zu induzieren. Nur in diesem Fall, gibt es keine Möglichkeit der Befriedigung Drang nach Essen. Burger und Hot Dog, deren Inhalt enthält verzerrte humanoide Formen sind aus Kunststoff und unter glasglockengefäßen gesteckt. Und obwohl Sie aus Kunststoff gemacht sind, Sie haben eine hohe Priorität, Sie sind sicher aufbewahrt, so dass uns das Essen Bedeutung und diese unsymmetrischen Standarden, die wir gemacht haben.
Diese Serie ist ein unfertiges Arbeit, noch aus verschiedenen Objekten zusammengesetzt (alle aus künstlichen Materialien, die unterschiedlichen Bedürfnisse darstellen), die Schaffung eines gesunden Platz ich es mir vorgestellt habe, um eine Stimmung zu setzen, in der Zuschauer fühlt sich sicher, auf den ersten und nach einem zweiten Blick angesichts der wirklichen Absicht.




LEBENSLAUF

 
2011.
habe ich an der Akademie der bildenden Künste in Zagreb absolviert, in der Klasse von prof. M. Vuce, und den Titel Master of Arts im Bereich der Bildhauerkunst erworben.

2009.
habe ich das 1. Jahr des Diplom-Universitätsstudiums der Bildhauerkunst an der Akademie der bildenden Künste in Zagreb eingeschrieben

2005. 2009.
habe ich das 4. Jahr des Vordiplom-Universitätsstudiums der Bildhauerkunst an der Akademie der bildenden Künste in Zagreb abgeschlossen und den Titel Universitäts-Bachelor of Arts im Bereich der Bildhauerkunst erworben.

2004.
habe ich das Gymnasium „VII Opća gimnazija“ in Zagreb abgeschlossen


PROJEKTEN

  • 10 godina male plastike” ("10 Jahre der kleinen Plastik") in Zagreb
  • 500 godina Marina Držića” ("500 Jahre Marin Držić") in Zagreb und Dubrovnik
  • Skulptur-Kolonie " Zemlja” ("Erde") in Vinkovci im Jahr 2008
  • Restaurierungsarbeiten in Zagreb (in Zusammenarbeit mit der Kunstgießerei der Akademie der bildenden Künste in Zagreb - ALU)
  • Kolonie "Jankovac", Jankovac, im Jahr 2009
  • Triennale des kroatischen Medaillenvereines und der Kleinplastik, 10. Memorial von Ivo Kerdić, Osijek, 2010
  • " Zemlja” ("Erde") - Ausstellung des Skulptur-Workshops, einberufen 2008 - 2009; Die Kirche Sv. Ilija na Meraji, Vinkovci 2010
  • Kolonie " Zemlja” , Vinkovci 2010
  • Teilnahme am kulturellen Salon "Kultursalon Hörbiger", am 22.09.2010, Himmelstrasse 24, 1100 Wien
  • Ausstellung der Studentenarbeiten der Akademie der bildenden Künste, Zagreb; „Moj doživljaj muke” ("Mein Erlebnis der Passion"), Altes Rathaus; Galerie Kristofor Stankovic, Zagreb 2011
  • Kolonie "Erde", Vinkovci im Jahr 2011
  • Lob des Dekans der Akademie der bildenden Künste (ALU) für den außerordentlichen Beitrag zur Feier von 100 Jahren der ALU, 2007

 
  • Erster Preis im Wettbewerb “Riječka Klupa“ (Rijekas Bank), organisiert von pogledaj.to des Portals und der Bürgerversammlung “ Riječki Val(Rijekas Welle) 2011
  • Selbständige Ausstellung im Rahmen des Zyklus “Oni dolaze“ ("Sie kommen"): Jelena Azinović, Maja Pezelj, Peter Popijač, SC (Studentenzentrum) Zagreb 2012
  • Ausstellung “Design Tourism: Croatian Holiday 2012“, Salone del Mobile, Ventura Lambarte, Milano;
  • Festival Mikser, Belgrad; Sofia Design Week, Sofia, 2012
  • Teilnahme an der Ausstellung "LN360˙" Salon Laval Nugent, Zagreb
  • Teilnahme am Designfestival "Dan D“ („Tag der Entscheidung"), Zagreb, 2012th
  • Triennale der kroatischen Skulptur, Zagreb, 2012
  • 31. Jugend-Salon, HDLU (Kroatischer Künstlerverband), Zagreb, 2012
  • Selbständige Ausstellung, Azinović/Pavic/Popijač, Galeriesalon Antun Augustinčić, Klanjec 2012
  • Preis des MUOs („Kunstgewebemuseums“), Ausschreibung “Bor s nama” ("Tanne mit uns"), HDD (Kroatische Designervereinigung), Zagreb, 2012
  • Selbständige Ausstellung im Zyklus der jungen Künstler in der Galerie Kristofor Stankovic, Abgeordnetenhaus der Stadt Zagreb, Altes Rathaus, 2013
  • Einlösung von Werken im Rahmen der Manifestation "Erste Fragmenti 9“, 2013 HDLU
  • Ausstellung von eingelösten Werken "Erste Fragmenti 9" Galerie Bačva,
HDLU 2013 und in “Mali Salon“ ("Kleinem Salon"),in Rijeka, MMSU Rijeka
  • Turistički cvijet,“ (“Touristische Blume“), 3. Platz, Kroatische Wirtschaftskammer, 2013.
  • Selbständige Ausstellung im Rahmen von “Kastafsko kulturno leto“ ("Kastaver Kultursommer"), Kastav, 2013.
  • Selbständige Ausstellung "Izložbaba", Galerie der Matica hrvatska, Ulica Matice hrvatske 2, Zagreb, 2014..
  • Einlösung von Werken im Rahmen der Manifestation "Erste Fragmenti 11“, 2015.
  • Residenz, GLO'ART, Lanaken, Belgien, 2016.
  • "Selbstporträt, Porträt, Figur und Akt in den
Werken kroatischer Künstler der jüngeren und mittleren Generation", Galerie Bačva, der Kroatische Künstlerverband, im Oktober 2016.
  • 33. Jugend-Salon, HDLU (Kroatischer Künstlerverband), Zagreb, 2016.


  • Stipendija Grada Zagreba“ ("Stipendium der Stadt Zagreb") für erfolgreiche Studenten 2007/2008, 2008/2009
  • "Top stipendija za top studente“ ("Top Stipendium für Top-Studenten") der wöchentlichen Zeitschrift Nacional, 2010.
  • Kroatischer Künstlerverband, HDLU, Zagreb
  • GEDOK, Karlsruhe, Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer e.V.

Dec 17, 2017

Foto von Stephanie Müller / EKT Ausstellung von 20. April bis 1. Mai

Über Stephanie Müller


K U R Z V I T A

seit 2011
freischaffende künstlerische Arbeit und Gastvorträge und Lehraufträge (u.a. Universität Salzburg, Goethe Universität Frankfurt a. Main, LMU München, HfK Bremen, Hochschule Nürtingen)

2010 – 2011
Lehrauftrag an der Universität für Angewandte Kunst Wien im Bereich „Experimentelles Textiles Gestalten“

2009 - 2011
Aufbaustudium an der Akademie der Bildenden Künste München

2004-2009
Projektarbeit im Bereich Medienpädagogik bei der Stiftung Zuhören des Bayerischen Rundfunks und der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM)

1999- 2004
Studium der Kommunikationswissenschaft (ZW), Soziologie und Psychologie an der LMU München, Magister Artium

Links >>> www.flachware.de/stephanie-mueller || www.beisspony.com || www.alligatorgozaimasu.bandcamp.com || www.okdecay.bandcamp.com

P R O J E K T E   &   S T I P E N D I E N
Ausgewählte Arbeits- und Reisestipendien: Visual Arts Programme BE Festival >> Arbeits- und Reisestipendium/ REP - Repertory Theatre, Birmingham in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut London/ 2017 - 2018

 IKAT/ eCUT >> Festivaleinladung für das Performanceprojekt “A Duet of Amplified Sewing Machines“/ Reiseförderung, Goethe Institut Jakarta, Indonesien/ April 2017 SXSW Festival >> Festivaleinladung für das Musik- und Performanceprojekt beißpony/ Reiseförderung, Kulturreferat der LH München/ Förderstipendium der Initiative Musik/ Austin, Texas, USA/ März 2016

Blendwerk Trilogie >> Reise- und Aufenthaltsstipendium in Lviv (Ukraine)/ Europäisches Künstlerhaus „Schafhof“ (Freising) im Austausch mit dem Kulturzentrum „Dzyga“ (Lviv)/ Juli bis September 2015

Guten Morgen Lärm >> Reise- und Aufenthaltsstipendium gefördert vom Kulturreferat der LH München/ Kunstzentrum „Tenjinyama Art Studio“, Sapporo, Japan/ Mai 2015

Rumble >> Reise- und Aufenthaltsstipendium mit Einzelausstellung und Public Recording/ British Arts Council im Austausch mit dem „Arts Centre deFENIKS“, Antwerpen, Belgien/ September 2014

DAAD Reiseförderung >> Künstlerischer Austausch mit der Tokyo University of Arts, Japan/ April 1999


Ausgewählte Ausstellungen, Performances, Aktionen: Fabric/Ate >> Gruppenausstellung/ Schneidertempel Art Galery, Istanbul, Türkei/ September 2017

 Das Letzte Loch ist der Mund // Our Mouth – The Ultimate Prison >> Kunstfilm zur Sprachstruktur der Lüge im Strafvollzug/ Spielfilm, 1080p, stereo, 88 Min./ Erstaufführung: Lenbachhaus, München/ 25. Juli 2017

From Textile Wasteland to Crystal Graceland >> Gruppenausstellung und Performance-Serie/ resedea off space, Zürich, Schweiz/ Januar 2017

Don't tell me what to do >> Gruppenausstellung mit jungen geflüchteten Frauen/ Städt. Galerie „Die Färberei“, München/ November 2016 Schmiede #16  >> Medienkunstfestival und Projektlabor/ Hallein, Österreich/ 16.-21. September 2016

 Biennale der vernachlässigten Lebensformen >> Gruppenausstellung/ Kunstraum „KloHäuschen“, München/ 02. bis 09. Juli 2016

Kontrolle ist besser >> Einzelausstellung/ Kunstraum Sigismundkapelle, Regensburg/ April – Mai 2016

Keine Garderobenhaftung >> Rauminstallation/ Applied Innovation Laboratory (AIL), Wien/ Winter '15/ 16

The Common Thread >> Gruppenausstellung/ Landgericht München I/ November 2015

Art Street >> Film- und Textilinstallation im öffentlichen Raum/ Sapporo, Japan/ November 2014

Aussage gegen Aussage >> Einzelausstellung in zehn Räumen/ AK68, Wasserburg a. Inn/ März – April 2013

Einen Fehler Machen, Alle Fehler Machen, Ordentlich Fehler Machen >> Rauminstallation, Workshops und Performances/ Kunstarkaden, München/ Februar und März 2012

Zimmer Frei >> Rauminstallation/ Hotel Mariandl, München/ Oktober 2011

Playing The City 3 >> Schirn Kunsthalle, Frankfurt a. Main/ August 2011

DIY Ausstellung >> Wanderausstellung/ Berlin, Dortmund, Frankfurt a. Main/ 2011 bis 2012/ Werkserie „Thread Therapy“ aufgenommen in die Sammlung des Museums für Kommunikation in Frankfurt a.

Main Amerika >> Gruppenausstellung/ Werkleitz, Zentrum für Medienkunst, Halle a.d. Saale/ Oktober 2008

Her Position in Transition >> Multimedia „Ragarella und ihr Apparat“/ Museumsquartier, Wien/ März 2006

Noniforms >> Textilkunst-Performance/Alternative Fashion Week, London, UK/ März 2006

Rag Dolls - Beauty and Blackness >> Wanderausstellung/ Interaktive Textil-Sound-Installation/ Intermundia Festival, Rome; Gallery l’Espace Canopy, Paris; HomoAgogo, Olympia (Washington); SomArts, San Francisco (California)/ 2005 – 2007





Ausgewählte Förderprogramme und Kunstpreise: Atelier- und Wohnstipendium >> Antonie-Leins-Künstlerhaus/ Horb a. Neckar, Deutschland/ seit März 2017

Förderpreis Musik  >> für das Musik-Performance-Projekt „beißpony“/ Kulturreferat München/ Juli 2015

1. Preis für Junge Kunst >> Kunstverein AK68 und Stadt Wasserburg a. Inn/ August 2013

Förderprogramm der „Initiative Musik“ >> für das Musik-Performance-Projekt „beißpony“/2013 – 2014

 Atelierstipendium >> Kulturreferat München/ 2011 – 2014 und 2017 – 2020

1. Preis beim Oberbayerischen Förderpreis für Angewandte Kunst >> Bezirk Oberbayern/ 2010 2.

Preis beim Projekt „Vernetzung“ >> Haus der Kunst gemeinsam mit der AdBK, München /April 2009

 Internationaler Modekunst-Preis „Baltic Fashion Award“ >> Berlin, Heringsdorf/ Oktober 2005
Ausgewählte Nominierungen: Videokunst-Preis „MuVi Prize“ >> Internationales Kurzfilmfestival Oberhausen/ 2014 und 2017

Kunstpreis „The Missing Link“ >> Internationaler Preis für Kunst und Psychoanalyse/ Zürich/ 2013

 Modekunst-Preis „Metallic Recycling Fashion Award“>> Kulturamt Zürich/ 2008


Auswahl interdisziplinärer, kuratorischer Projekte: Scratch & Screen >> Vernetzungsprojekt mit japanischen Künstler*innen und Musiker*innen/ Public Recording und Filmkunst/ Ebenböckhaus, Villa Waldberta, Import Export/ München, Sapporo, Tokio/ seit September 2015/ Fortsetzung > bis Frühjahr 2018

The Fabric >> Gruppenausstellung mit 70 internationalen Künstler*Innen und Wissenschaftler*Innen/ Rauminstallation, Filmkunst, Fachtag „Modekritik“, Performances/ MaximiliansForum, München/ 2012

Textiles Unbehagen >> Gruppenausstellungin Zusammenarbeit mit der Universität für Angewandte Kunst Wien/ Städt. Galerie „Die Färberei” und „Galerie Stephan Stumpf”, München/ 2011

The Needle and The Damage Done >> Gruppenausstellung und Praxislabor/ Farbenladen, München/ 2010

Aufstand der Textilen Zeichen >> Gruppenausstellung/ Städt. Galerie „Die Färberei”, München/ 2009

Ausgewählte Publikationen (Text & Audio): Licht im Kasten >> Komposition der Hörspielmusik zum Text von Elfriede Jelinek (Bayerischer Rundfunk, München, Regie: Karl Bruckmaier, 2017)

Beyond The Rainbow >> Komposition der Hörspielmusik zum Text von Jörg Albrecht (Bayerischer Rundfunk, München, Regie: Stefanie Ramb, 2017)

 Alligator Gozaimasu >> Sampler (LP) mit Soundkunst-Kollaborationen von Künstler*innen aus München, Japan, Brasilien, der Ukraine und Südafrika (RagRec, München, 2016) Audioremix >> Städel Museum in Kooperation mit Deutschlandradio Kultur, Frankfurt a. Main/ 2015 - 2016

Öffnen des Textkörpers im Film >> Fachaufsatz, veröffentlicht in: „Sexuelle Differenz und Psychoanalyse. Texte zur Sozialforschung”, hrsg. von Oliver Decker et al. (Pabst Science Publishers, Lengerich, 2015)

 Brush Your Teeth >> beißpony 's Debütalbum als CD und LP (ChicksOnSpeedRecords, München, 2013)

Temporäres Büro für Irrelevante Zeichen >> Fachaufsatz, veröffentlicht in: „Stadt(t)räume – Ästhetisches Lernen im öffentlichen Raum”, hrsg. von Meike Schuster (kopaed, München, 2013)

Exklusiv! Mode und Handarbeit zwischen Austausch und Ausgreznung >> Fachaufsatz, veröffentlicht in: „Banale Kämpfe? Perspektiven auf Populärkultur und Geschlecht”, hrsg. von Prof. Dr. Paul-Irene Villa (Springer VS, Heidelberg, 2012)

„And the voices said, 'Just do it!' And I think I agree 'Cause someone's got to do it And it might as well be me 'Cause I'm the doer I'm the doer I'm the doer right now [...]“



(Scout Niblett, Just Do It!)


Es war im Sommer 2003, als ich mit „Do It Yourself“ (DIY)-Aktivismus erstmals in Berührung gekommen bin. Ich war noch mitten im Studium (Kommunikationswissenschaft, Soziologie, Psychologie) und DIY war für mich – abgesehen von Bausätzen und Handarbeitssets zum Basteln nach Anleitung - in erster Linie theoretisch ein Begriff. Dass sich dahinter jenseits der Marke Eigenbau auch ein weitläufiges Netzwerk künstlerisch-kritischer Projekte auftut, konnte ich Stück für Stück inmitten der Einfamilienhaus- Provinzialität am Rande Münchens erleben: im Bürgerpark Oberföhring. Gemeinsam mit Kunstschaffenden und Vereinen verschiedenster Sparten ist dort die Kulturstation „Kafe Kult“ in Baracken beheimatet, die im Zuge des zweiten Weltkriegs als Lazarett erbaut wurden.

In den letzten zwanzig Jahren hat sich die Öberföhringer Kulturstation zum festen Spielort internationaler Künstler*innen etabliert. In Do-It-Yourself-Manier werden die Veranstaltungen ehrenamtlich im Kollaborativ organisiert. Ziel ist es, ein Angebot zu schaffen, das die Möglichkeit bietet, selbst aktiv zu werden. Die Besucher*innen haben Gelegenheit, aus einer passiven Konsumhaltung herauszutreten und selbst zu Produzent*innen zu werden. So verzichten viele Bands auf eine Bühne, spielen stattdessen mitten im Publikum und stellen Instrumentarium zum gemeinsamen Experimentieren bereit. Näh- oder Siebdruckstationen laden in den Pausen zwischen den Konzerten zum Mitmachen ein. Neben Plattenständen finden sich gemütliche Leseecken mit einer Auswahl an  selbstgemachten magaZines, die in die Welt alternativer Kommunikation einblicken lassen.

 Hier konnte ich erstmals von der Theorie mitten in die Praxis gegenkultureller Musik, Literatur und Kunst eintauchen. Der DIY-Aktivismus, dem ich dabei immer wieder aufs Neue begegne, spielt auch in meiner eigenen künstlerischen Entwicklung eine zentrale Rolle. So greife ich emanzipatorische Ansätze aus der Zine-Kultur, der Riot Grrrl Bewegung und dem Radical Crafting Aktivismus auf und führe sie in textilen Objekten, Klang- und Musikexperimenten, Videoarbeiten, Filmen und Vermittlungsprojekten weiter. Mich reizt insbesondere die Auseinandersetzung mit kommunikativen Prozessen. Wie lassen sich Normen und Barrieren hinterfragen und aufbrechen? Dabei interessiere ich mich vor allem für Mechanismen, die uns am sozialen Austausch hindern. Im Fokus stehen dabei Berührungsängste, Selbstdisziplinierung, staatlich regulierte Kontrolle und unsere Angst vor dem Scheitern, vor Verlust und dem eigenem Zerfall. Meine textilen Plastiken und Soundobjekte verstehe ich als bespielbare Angriffsflächen. Mal tauchen sie in Videoarbeiten auf, werden zu performativen Requisiten, Klangobjekten oder fügen sich zu Rauminstallationen zusammen.

Im künstlerischen Arbeitsprozess suche ich ständig den Austausch mit anderen. Die Arbeit im Kollektiv reizt mich sehr. Mit Laura Melis Theis (Oxford, München) arbeite ich seit 2006 zusammen. Gemeinsam haben wir das Musik- und Performanceprojekt „beißpony“ gegründet. Laura übernimmt den Großteil des Songwritings und ich entwickle Klang-Samples für sprechende Staubsauger und Soundapparaturen, die live zum Einsatz kommen. Mit der brasilianischen Textilkünstlerin Lisa Simspon aka Agente Costura bin ich seit 2015 mit dem Free Jazz Projekt „A Duet of Amplified Sewing Machines“ unterwegs: Melodien aus der Nähmaschine treffen auf Schlagzeugrhythmen. Gemeinsam mit dem Münchner Maler und Filmemacher Klaus Erich Dietl entwickeln wir Videoarbeiten und Visuals für unsere Live-Performances. Im Sommer 2016 haben Klaus und ich  mit Stipendiat*innen aus Japan und weiteren Künstler*innen aus München, Berlin, Brighton, Cape Town, Lviv, Eskişehir, Oxford und São Paulo das Filmkunst-Projekt „Scratch & Screen“ gestartet. Unseren ersten Langfilm „Our Mouth – The Ultimate Prison“ - ein Kunstfilm zur Sprachstruktur der Lüge im Amtsapparat –  haben wir gemeinsam mit allen Beteiligten im Juli 2017 erstmals im Münchner Lenbachhaus als Special zur Ausstellung „After The Fact“ gezeigt.

Lenbachhaus als Special zur Ausstellung „After The Fact“ gezeigt. Es ist der Austausch mit anderen, der mich am Laufen hält. Ich schätze es, auf Tour zu sein, spontan die Zelte aufzuschlagen, gerne auch mitten im öffentlichen Raum. Da reibt sich etwas, es entstehen Fragen und gemeinsam kann Neues ausprobiert und entwickelt werden.
Let's do it together!